VDSL ist die Abkürzung für „Very High Speed Digital Subscriber Line“. In den VDSL-Standards der ITU ist diese Bezeichnung festgelegt. Falsch sind dagegen die Bezeichnungen „Very High Data Rate DSL“ oder „Very High Bitrate DSL“.
Unterschieden wird dabei grundsätzlich in die beiden VDSL-Standards VDSL 1 und VDSL 2.
VDSL ist ein Übertragungsverfahren, das bei kurzen Strecken sehr hohe Übertragungsraten erreicht. Es hat eine asymmetrische Geschwindigkeitsverteilung. Daneben gibt es beispielsweise noch das Übertragungsverfahren ADSL. VDSL erreicht höhere Übertragungsraten als ADSL.
Wenn VDSL in einem Telefonnetz eingesetzt wird, ist ein Hybrid-Netz, das aus Glasfaser und Kupferleitungen besteht. Die Strecke, die überbrückt werden muss, darf nicht länger als 1,5 km sein. Solche Hybridnetze können vom Ansatz her unterschiedlich aufgebaut sein.
Die Glasfaserkabel müssen sehr nah an den Kundenanschluss herangeführt werden, um auf der letzten Strecke eine hohe Übertragungsgeschwindigkeit zu erreichen. Telefondienste und ISDN können gleichzeitig im Basisband genutzt werden.
Die Frequenz von VDSL geht bis 30 Mhz. Die Leitungslänge variiert von 0,3 km bis 1,5 km. Zwischen 16,7 und 51,3 Mbit in der Sekunde im Downstream und 1,6 bis zehn Mbit in der Sekunde im Upstream. Die Bandbreiten nehmen dabei mit zunehmend größer werdender Kupferstreckenlänge ab.
Noch bis vor einigen Jahren waren Experten der Meinung, dass Geschwindigkeiten über 768 kBit/s keinen Bedarf hätten.
Inzwischen hat sich die Situation verändert und das Internet hat sich weiter entwickelt. Man denke dabei beispielsweise nur an Web 2.0. Dafür werden zunehmend auch schnellere Verbindungen nötig.
Bisher ist VDSL nur vier wenige auch nutzbar. In nur 27 Städten ist es bislang verfügbar. Viele derzeitige Investitionen sollen aber dafür sorgen, dass VDSL flächendeckender angeboten werden kann.