DSL-Anschluss

Technische Hintergründe

Die Abkürzung DSL steht gemeinhein für den Ausdruck Digital Subscriber Line. Damit wird das Surfen im Internet mit hoher Geschwindigkeit bezeichnet. Heutzutage muss sich kein Verbraucher mehr mit ISDN oder langsamen analogen Modems im Internet herumschlagen, und die Zeiten von langsamen Downloads, schleichendem Aufbau von aufwendigen Internetseiten sowie kaum möglichem Empfang von Emails mit großen Dateianhängen sind glücklicherweise vorbei.

Grundsätzlich ist DSL auch überall zu haben, zumindest in Haushalten, die einen ganz normalen Telefonanschluss mit dem altbekannten Kupferkabel haben. Es müssen auch keine neuen Leitungen verlegt werden, es bleibt einfach alles so wie es ist – sowohl vor dem als auch in dem Haus. Wer in einem Haushalt, oder in einer Region lebt, die bereits im Zuge einer Modernisierung mit Glasfaserkabeln ausgerüstet worden sind, kann derzeit kein herkömmliches DSL beantragen, sondern muss andere Möglichkeiten nutzen.

Hinzu kommt die Entfernung der Vermittlungsstelle. Wenn diese zu weit vom häuslichen Anschluss entfernt ist, in Regel mehr als vier Kilometer, dann kann auch kein DSL genutzt werden, weil die Übertragungsgeschwindigkeit proportional zur Länge des Kabels abnimmt. Deshalb ist auch hier nicht die Entfernung in Luftlinie ausschlaggebend, sondern die tatsächlich Kabellänge. Ist in der Vermittlungsstelle derzeit kein Port mehr frei, bekommt man ebenfalls die Mitteilung, dass man eine Weile auf seinen Anschluss warten muss, bis entweder einer frei wird, oder aber die Vermittlungsstelle aufgerüstet wird.

Benötigte Hardware

Man braucht also für DSL nur einen geeigneten Anschluss, damit über drei verschiedene Kanäle auf diesem Kupferkabel sowohl die Datenübertragung als auch die Telefonie genutzt werden können. Zusätzlich braucht man unterschiedliche Geräte, zu denen in jedem Fall der Splitter gehört. Dieser wird immer gratis mitgeliefert, sorgt für die Modulierung der entsprechenden Signale und wird direkt an die Telefonbuchse angeschlossen.

Zusätzlich kann man sich entweder ein DSL-Modem, einen DSL-Router oder aber einen WLAN-Router besorgen. Ersteres ist oft beim Vertragsabschluss in der Leistung enthalten und wird gratis mitgeliefert. Bei DSL-Routern, an die mehrere Rechner in einem Netzwerk angeschlossen werden können, kann je nach Angebot eine Zuzahlung fällig werden. Einen WLAN-Router muss sich der besorgen, der mit einem Laptop kabellos im ganzen Haus online gehen will. Diese gibt es oft nur mit Zuzahlung, bzw. man kann sie sich zusätzlich bei diversen Händlern besorgen. Und abgesehen von der Hardware bekommt man natürlich auch die entsprechende Software mitgeliefert, um zuhause auch alles einrichten zu können, und man braucht selbstverständlich einen Internet-Provider selbst, bei dem man den Vertrag mit dem entsprechenden Tarif abschließt, um dann über sein Netz ins Internet gehen zu können.

Viele Verbraucher denken immer noch, man bräuchte einen ISDN-Anschluss, um DSL nutzen zu können, dabei reicht ein einfacher analoger Anschluss vollkommen aus. Die Telefonleitung ist trotzdem beim Surfen frei, da ja die Frequenzen anders gelagert sind, und beim ISDN-Anschluss hätte man neben dem Surfen sogar zwei freie Leitungen. Aber die Grundgebühr ist natürlich auch dementsprechend teurer.

Interessant ist natürlich, dass man mit einem DSL-Anschluss auch über das Internet telefonieren kann. Teilweise ist dieser Dienst sogar noch umsonst, wenn nicht, dann auf jeden Fall um einiges günstiger, als herkömmliche Telefoniedienste. Alles, was man dafür braucht, ist ein Headset, welches an den PC oder Laptop angeschlossen werden muss, und natürlich die entsprechende Software, die man einfach und umsonst im Internet herunterladen kann. Genannt wird diese Technik Voice over IP, kurz VoIP, und es lohnt sich natürlich besonders bei weltweiter Kommunikation. Auch Videochats und Videotelefonie sind möglich, so dass man sich mit entsprechender Ausrüstung (Webcam & Co.) beim telefonieren auch noch sehen kann.